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Antike und Mittelalter

In der Antike wurden dann einfache Schuhe Allgemeingut. So Finden sich auf vielen Wand- und Tonmalereien Hinweise auf die mannigfaltige Schuhmode, die in den verschieden Regionen getragen wurde; berühmt sind hier insbesondere die römischen sandalen.

Schuhe aus dem Mittelalter, sogenannte Bärenklauen

Jahrhunderts wieder üblich ist. Rechter und linker Schuh waren also asymmetrisch. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass bereits die alten Ägypter, wie auch die Griechen und Römer bereits zweiballige Schuhe bauten. Nach den Kreuzzügen wurde bei der Oberschicht und dem Adel feines Schuhwerk nach orientalischem Vorbild modern, welches vorne spitz zulief; die Länge der Spitze kennzeichnete dabei den Stand.Im Mittelalter trug das einfache Volk Holzschuhe oder simple Felle oder Stoffe (Fusslappen), die um die Füße gewickelt wurden. Eine heutige selbstverständlichkeit, die aber in den folgenden Jahrhunderten verloren ging und erst seit Mitte des 19.





Schuhbau

Das Rückgrat fast eines jeden Schuhs ist die Innensohle (fachlich: die Brandsohle, auf der beim fertigen Schuh der Fuß steht, sofern nicht eine Decksohle darüber gelegt ist). Um sie herum gruppiert sich der Schuh: oben wird der Schaft befestigt, unten kommt die Laufsohle dran. Die Brandsohle ist im täglichen Gebrauch stark belastet (Reibung, Druck, Biegung, Fußfeuchte). Deshalb ist sie bei besseren Schuhen aus Leder, bei Schuhen unterer und mittlerer Preiskategorien (zu Preisen siehe unten) besteht sie überwiegend aus einem imprägnierten und versteiften Karton.

Das Profil erhält die Laufsohle durch die Form in der sie erkaltet. bei Sportschuhen) wird der an die Innensohle geklebte (oder gestrobelte - mit einer Zickzacknaht befestigte) Schaft zuvor in eine Form eingebracht, so dass von unten der Boden angespritzt werden kann und sich beim Erkalten mit der Innensohle und dem unteren Schaftrand verbindet. Bei angespritzten Böden (z. Bei geklebten Schuhen (Fachjargon: AGO-Schuhe) wird die Brandsohlenunterfläche und der anzuklebende Schaftrand zunächst miteinander verbunden und anschließend die Laufsohle mit hitzeaktivierbaren Klebstoff eingestrichen und unter die Innensohle geklebt. Dabei kommt der Schaftrand (Zwickeinschlag) unter den Brandsohlenrand zu liegen. Dann werden Schaft und Schuhboden miteinander verbunden.Der Zusammenbau des Schuhs findet auf dem formgebenden Leisten statt. Über ihn wird der Schaft gezogen (gezwickt) und unter ihm die Brandsohle provisorisch befestigt. Die Verbindung kann auf mannigfache Weise (so genannte Machart) geschehen: In der industriellen Fertigung ist heute das Verkleben (klebegezwickt) üblich, teurere Schuhe werden auch genäht (flexibelgenäht, durchgenäht oder rahmengenäht). B.

Einblick in die Konstruktion des rahmengenähten Schuhs von unten (ohne Ausballung und Laufsohle)

Abschließend wird die eigentliche Laufsohle an den rings um den Schuh laufenden, leicht vorstehenden Rahmen angenäht (Doppelnaht). Außerdem wirkt es autrittsdämpfend und temperaturisolierend. Der zwischen Brand- und Laufsohle bei Rahmenschuhen dabei entstehende Hohlraum (bedingt durch den unterhalb des Rands der Brandsohle liegenden Zwickeinschlag des Schafts und den Rahmen selbst) wird mit einer Ausballung aus Kork oder Filz (zunehmend auch aus Kunststoffen wie Poron) verfüllt, die es dem Fuß durch ihre Nachgiebigkeit ermöglicht, sich ein eigenes Fußbett zu schaffen.Bei genähten Schuhen wird der Schaft und der Boden an die Brandsohle angenäht. Entweder, indem kurzerhand (nach dem Entfernen des Leistens) durch die Brandsohle und den Schaftrand hindurch die Sohle angenäht wird - Prinzip durchgenähte Machart, oder indem zuvor unter die Brandsohle eine Kante (Risslippe, Gemband) geklebt wurde, an die dann in einem weiteren Schritt der Schaft zusammen mit einem umlaufenden Lederband (der so genannte Rahmen) genäht wird (Einstechnaht) - Prinzip rahmengenähte Machart. Diese Methode der Schuhfertigung (rahmengenähte Schuhe) ist sehr aufwendig und bleibt nur den besten Schuhen vorbehalten. Ihr Vorteil ist eine jeweils separate Verbindung von Laufsohle und Schaft, was die Reparierbarkeit erhöht und die Passformstabilität über sehr lange Zeit garantiert.

Veraltet und mit vielen Nachteilen (reparaturanfällig, steife Schuhböden usw.) behaftet, sind holzgenagelte Schuhe: Hier wird die Laufsohle erst geklebt und dann mit einer Vielzahl von Holzstiften, die durch sie hindurch bis in die Brandsohle getrieben werden, mit der Brandsohle verbunden. Das waren früher die Schuhe des armen Mannes und die Machart in der schwere Stiefel (Bergschuhe, Militärstiefel) gebaut wurden.

Das Anbringen eines Absatzes entfällt dort, wo die Laufsohle aus einem dem Absatz mit umfassenden Stück (zumeist Kunststoff, oder Gummi, aber auch Holz, nie jedoch bei Ledersohlen) besteht.Zuletzt wird der Absatz angebracht, der entweder aus Kunststoff, Holz oder aus einzelnen Lederschichten (Schichtabsatz) besteht. Der Absatz wird entweder aufgenagelt oder aufgeklebt.




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